Guter Kampf, aber herbe Enttäuschung…

Guter Kampf, aber herbe Enttäuschung…

Wie bitter kann eine Niederlage sein? Nach einer starken Vorstellung gegen die SG Hoya blieb für unsere Erste am Ende doch nichts Zählbares über. Schlimmer noch, dass unser erfolgreichster Torjäger Rouven Meier wahrscheinlich vorzeitig die Saison beenden muss. Auch die Zweite kämpfte bis zum Ende gegen den Tabellenletzten der Staffel, dem TuS Steyerberg II, doch viele leicht vergebene Tormöglichkeiten rechtfertigen nur einen mageren Punkt. Die Dritte marschierte wie gewohnt voran und schickte den SC Voigtei mit 6:0 nach Hause. Die Altherren und die Altligatruppe gaben sich keine Blöße und steckten ihre Gegner Schamerloh und Langendamm auf heimischem Grün mit 4:1 bzw. 5:1 in die Tasche.

Die Erste rutscht nach der 2:3-Pleite gegen Hoya einen Platz nach unten, die Grafenstädter dagegen an die vorderste Tabellenspitze. Beide Teams zeigten viel Willen, begegneten sich auf Augenhöhe und es entstanden klare Chancen auf beiden Seiten. Die erste Turbulenz kam in der 8. Minute auf. Kreuzkrugs Kapitän Dennis Könemann fällt durch Einwirkung von Hoyas letztem Mann Wojciech Pilarski. Der Pfiff, der den Platzverweis für den Spielertrainer bedeutet hätte, blieb aber aus. Dem Hoyaer Lars Mrowczynski gelang Mitte der ersten Hälfte der Führungstreffer per Kopfball, den Keeper Lars Weßling beinahe noch bekommen hätte. Der Ausgleich für die Heimelf fiel kurz darauf: Rouven Meier vollstreckte einen langen Ball aus der Abwehr zum 1:1. Dies sorgte für kurzen Aufwind, denn eine tolle Kombination über drei Stationen landete bei Dennis Könemann, der sich den Treffer zum 2:1 nicht nehmen ließ. Nach der Pause entwickelte sich die Partie zu Gunsten der Nordkreisler, die extrem aufdrehten. Abdulrahman Omar markierte in der 60. Minute den Ausgleich und ab dann galt es aus Sicht der Kreuzkruger, den Punktgewinn zu halten. Eine gute Konterchance für die Heimmannschaft wurde von Schiedsrichter Ton van den Born abgepfiffen, als dieser eine Tätlichkeit von Rouven Meier gesehen hatte. Die Folge war die bittere rote Karte für den Kreuzkruger Angreifer. Die Blau-Orangenen hatten nun also den klaren Vorteil, gegen zehn kampfbetont spielende Kreuzkruger doch noch den Sieg einzufahren. Das Glück der Tabellenoberen schlug dann in der dritten Nachspielminute ein: Ein Kullerball vom Hoyaer Abdulsalam Omar trudelte vorbei an Lars Weßling ins Tor zum umjubelten Siegtreffer und sorgte für hängende Kreuzkruger Köpfe. Trotzdem zeigt die Leistung, dass wir mit der Tabellenspitze fußballerisch durchaus mithalten können und uns nicht verstecken müssen.

Davor mussten sich unsere Grün-Weißen von der Spielgemeinschaft nach dem Spiel gegen den Tabellenletzten TuS Steyerberg II mit einem mickrigen Punkt begnügen. Wirklich ärgerlich, schaut man auf die vielen guten Tormöglichkeiten, die sich der Elf um Kapitän Timo Hillmann boten. Bis auf die Anfangsphase, in der man nicht einen kompletten Angriff zustande brachte, war man stets feldüberlegen und vor Allem oft genug einschussbereit vor dem gegnerischen Kasten. Die Gäste aus Steyerberg spielten ihr Potenzial gelungen aus und schickten den flotten Stürmer Dilsoz Akan von Links nach Rechts. Diesem gelang in der 35. Minute eine Flanke auf seinen Sturmpartner Kevin Wille, der mit einem Linksschuss zur Führung einnetzte. Bei den Kreuzkrug-Großenvördern klappte bis dahin nicht viel, was sich mit Anpfiff der zweiten Hälfte aber ändern sollte. Chancen gab es seither fast im Minutentakt, statt einem letzten entscheidenden Pass wählte man aber oft den Abschluss aus der Distanz, der nur selten größere Gefahr ausstrahlte. Die Weitschuss-Spezialisten Steffen Kanning und Cord Hormann hatten ihr Zielwasser wohl aufgebraucht, auch die Außen Marcel Könemann und Timo blieben zu harmlos. Eine Ecke brachte dann den verdienten Ausgleich, als Andreas Häseker per Kopf in den Winkel abschloss. Weitere Top-Torchancen blieben ungenutzt und so muss man von einer schwachen Ausbeute sprechen.

Unsere Drittvertretung scheint pünktlich zum wohl vorentscheidenden Spiel um die Meisterschaft in der 3. Kreisklasse Süd ihre Defensivprobleme behoben zu haben. Nach acht Gegentoren aus den vergangenen zwei Spielen gab es gegen den SC Voigtei im heimischen Huddestorfer Hexenkessel einen ungefährdeten 6:0 Erfolg. Durch diesen Sieg ist die Nordhorn-Elf an den verbleibenden drei Spieltagen nicht mehr von einem der ersten beiden Tabellenplätze zu verdrängen – die direkte Rückkehr in die 2. Kreisklasse ist damit gesichert. Vom Start weg drückte die Heimelf auf das Führungstor, doch der meist verunglückte letzte Pass und eine aufmerksame Voigteier Defensive verhinderten eine frühe Führung. Die Gäste fanden in der Anfangsphase offensiv überhaupt nicht statt und beschränkten sich zunächst auf eine sichere Abwehrarbeit. Es dauerte bis zur Mitte der ersten Hälfte, dann brachte André Könemann die Kreuzkruger mit einem satten Distanzschuss aus etwa 25 Metern in Führung. Nur drei Minuten später erhöhte Torjäger Ralph Meier auf 2:0. Die Voigteier hatten bis zu diesem Zeitpunkt nur durch einen Pfostentreffer auf sich aufmerksam gemacht, ansonsten verlebte die Abwehr der Gastgeber um Aushilfskeeper Ronny Schreiner einen bis dato ruhigen Nachmittag. Und im Angriff? Da legten die Hausherren in Person von Ralph Meier bis zum Pausenpfiff noch zwei weitere Tore zum 4:0 Halbzeitstand nach. Im zweiten Abschnitt ging der Spielfluss der Hausherren durch einige Wechsel ein wenig verloren. Die Gäste konnten daraus allerdings kein Kapital schlagen. Es entwickelte sich jetzt ein lauer Kick, der es den Hausherren allerdings noch immer ermöglichte, Chancen zu kreieren. Doch wie im ersten Abschnitt dauerte es eine Weile bis erneut André Könemann eine dieser Möglichkeiten zum nächsten Treffer für die Heimelf nutzen konnte (75.). Die Gäste enttäuschten auch im zweiten Spielabschnitt auf der ganzen Linie und hatten am Ende Glück, dass die Huddestorfer nur noch ein weiteres Tor erzielen konnten. In der 88. Minute verwandelte Ralph Meier einen Foulelfmeter zum Endstand – Kapitän Marius Lutterbüse, der eigentliche Elfmeterschütze, überließ Meier großzügig den Ball. Dieser zog mit seinem vierten Treffer mit dem Führenden der Torschützenliste der 3. Kreisklasse Süd, dem Nendorfer Rene Bause, gleich.

Durch diesen Sieg sollte unsere Dritte für das am kommenden Samstag um 15 Uhr anstehende Spitzenspiel gegen den TV Eiche Winzlar II auswärts bestens gerüstet sein. Der nächste Fußballsonntag steht im Zeichen des Derbys SVKH gegen SGS um 15 Uhr in Schamerloh. Die Zweite hat ihr eigenes Derby gegen den SV Warmsen II zu bestreiten, das auch einen spannenden Schlagabtausch verspricht. Anpfiff in Großenvörde ist ebenso um 15 Uhr. Bereits am Freitag um 19.30 Uhr tritt die Altherren in Uchte an.

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